Zu Besuch bei Tagesmüttern

Veröffentlicht am 07.02.2016 in Allgemein

Die Kindertagespflege durch Tagesmütter oder -väter ist ein wichtiges Standbein bei der Kinderbetreuung, gerade im ländlichen Raum. Etliche kleine Gemeinden, bei denen es sich aufgrund der geringen Anzahl nicht lohnt, eine U3-Kita aufzumachen, wären ohne Tageseltern aufgeschmissen. Auch in Kommunen, die Kitaplätze vorhalten, ist das zusätzliche Angebot wichtig, da es den Eltern zum einen eine Wahlmöglichkeit gibt, nicht jede Betreuungsform passt für jedes Kind, und zum anderen werden von einigen Berufstätigen auch flexiblere Angebote gebraucht, als eine Kita sie bieten kann. 

Von der vielseitigen und anspruchsvollen Arbeit konnte ich mir gestern bei zwei Tagesmüttern in Pfaffenweiler und Müllheim ein Bild machen. Wer meint, jeder, der selber Kinder hat, ist automatisch als Tagesmutter oder -vater qualifiziert, liegt weit daneben. Neben der persönlichen Eignung ist ein 160 stündiger Kurs zu absolvieren plus 15 verpflichtende Fortbildungsstunden jedes Jahr. Neben der Pädagogik muss Erste Hilfe am Kind, die gesetzlichen Regelungen der Lebensmittelhygiene und andere Vorgaben und vieles mehr erlernt werden. Da sind zusätzliche Anforderungen, wie der Umgang mit Kindern mit besonderem Erziehungsbedarf, behinderten Kindern, Sprachförderung usw. noch gar nicht enthalten. Bis zu maximal 5 Kinder darf eine Tagesmutter gleichzeitig betreuen. Hier hat sich in den letzten Jahren eine Verschiebung zunehmend in den U3-Bereich ergeben, aber auch Nachmittagsbetreuung für Schulkinder wird viel nachgefragt. Vom Landkreis bekommt die Tagesmutter brutto 5,50 Euro pro Stunde für jedes Kind unter 3 Jahre und 4,50 Euro für ältere Kinder, sowie die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge. Wenn man da die Kosten (Steuern, Versicherungen, hälftige Sozialversicherungsbeiträge, Bastelmaterial, etc.) abzieht, bleiben ihr netto 1-2 Euro übrig. Viele Kommunen haben reagiert und zahlen zusätzlich die andere Hälfte der Sozialversicherungen sowie einen Euro pro Stunde und Kind extra. Aber leider längst noch nicht alle. Hier besteht Handlungsbedarf, hochqualifizierte Kinderbetreuung ist nicht nur wichtig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherzustellen. Es ist auch ein Bildungsangebot, dass den Kindern sehr zugute kommt.

 
 

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