Weiter große Sorge um Erhalt der Breisacher Klinik

Veröffentlicht am 19.07.2018 in Pressemitteilungen

Die Helios-Klinik in Breisach ist immer wieder in der Presse und das Gerücht liegt in der Luft, dass die Klinik vor der Schließung steht. Konzern und Landrätin wiegeln ab, wir sind da aber nicht beruhigt. Jüngste Entwicklungen führen zu Befürchtungen, die wir nun per Pressemitteilung an die Zeitungen weitergegeben haben.

Die Meldung im Wortlaut:

Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum wird immer schwieriger. Umso befremdlicher findet die Kreis-SPD, dass man sich Sorgen um den Erhalt unserer Klinikstandorte machen muss. In einem Pressebericht wird die Geschäftsführerin der Helios-Kliniken mit den Worten zitiert: "Man könne an einer Klinik nicht mehr alles anbieten und müsse diverse Fachbereiche in den verschiedenen Kliniken konzentrieren". Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion Ellen Brinkmann wandte sich daraufhin sofort schriftlich an den Helios-Konzern in Berlin und die Landrätin, da der Landkreis einen 26 %igen Anteil an den Helios-Kliniken hat. Sowohl der Helios-Konzern als auch die Landrätin dementierten unverzüglich und sprachen von "Gerüchten".

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Oswald Prucker und die Kreisrätin Ellen Brinkmann sehen das nach eigenen Recherchen nicht so optimistisch und weisen auf vergangene Schließungen von Helioskliniken hin.

Überraschend sei auch die wirtschaftliche Entwicklung der Klinik, so Brinkmann. Es sei ihr berichtet worden, dass es einen starken finanziellen Einbruch im Jahr 2017 gegeben habe. Die Klinik blieb leider bisher die Erklärung für diese massive wirtschaftliche Verschlechterung schuldig.

"Man muss den Verdacht haben, dass das Breisacher Krankenhaus durch den Konzern ausgetrocknet und dann wegen angeblicher Unwirtschaftlichkeit geschlossen werden soll", so Oswald Prucker.

Hinter diesen Plänen könnte zudem noch ein ganz anderes Kalkül stecken. Vor kurzem hat Helios das Krankenhaus in Bad Schwalbach geschlossen und dafür auch noch viele Millionen aus dem Strukturfonds bekommen. Ähnliches wäre auch im Falle Breisach möglich und damit ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Konzerne auf Kosten der Allgemeinheit bereichern, meint Prucker.

Jedenfalls, so Ellen Brinkmann, wird die SPD-Kreistagsfraktion alles menschenmögliche tun und nachhaltig dafür kämpfen, dass das Breisacher Krankenhaus in seiner bisherigen Struktur sowohl für die Kaiserstühler Bevölkerung als auch für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten bleibt.

Oswald Prucker, Ellen Brinkmann, Birte Könnecke

 
 

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