Aus dem Kreistag: Kultusministerin gefährdet Integration

Veröffentlicht am 06.07.2017 in Kreistagsfraktion

In der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses ging es diese Woche unter anderem um die Beschulung von jungen Flüchtlingen an den beruflichen Schulen.

Derzeit werden im Kreis 9 VAB-O Klassen (Vorqualifizierung Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse) von 151 jungen Flüchtlingen besucht, weitere 14 gehen in Freiburg in einen solchen Kurs.

Insbesondere Jugendliche, die ohne jegliche Schulbildung zu uns kommen, können es oft in einem Jahr nicht schaffen, den erforderlichen Stoff zu lernen und müssen dieses Jahr wiederholen. Es gibt aber jetzt schon erhebliche Engpässe in der Lehrerversorgung. Verschärft wird das Problem nächstes Jahr durch die Streichung von 500 Lehrerstellen an beruflichen Schulen durch das Kultusministerium. Dies wird zur Folge haben, dass es für Jugendliche, die bereits 18 sind und damit nicht mehr schulpflichtig, sehr eng wird. Diese müssten dann an das Jobcenter verwiesen werden, wo sie aufgrund mangelnder Qualifikation dauerhaft in die Sozialsysteme zu rutschen drohen.

Hierzu schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage:"Unter den momentanen personellen und finanziellen Rahmenbedingungen des Landes an den beruflichen Schulen wird diese Problematik nicht zu lösen sein."

Wie auf diese Art eine erfolgreiche Integration gelingen soll, ist das wohlgehütete Geheimnis der Kultusministerin.

Birte Könnecke

 
 

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