Was bedeutet die Energiewende für unseren Landkreis?

Veröffentlicht am 30.08.2011 in Pressemitteilungen

Nach dem aktuellen Beschluss des Bundestages, aus der Atomkraft zur Energieerzeugung auszusteigen, erwarten die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, dass die Energiewende in unserem Land endgültig in Angriff genommen wird. Da gegenüber dem ersten Ausstiegsgesetz von rot-grün bereits im Jahr 2000 nun aber eine parteiübergreifende Einigkeit besteht, alle deutschen Atomkraftwerke in überschaubarer Zeit abzuschalten, ist zu hoffen, dass dieser Beschluss auch endgültig Bestand hat.

Umso wichtiger ist es, nun schnell für Klarheit zu sorgen, wie der Wegfall der Stromerzeugung der 17 deutschen Atomkraftwerke kompensiert werden kann. Außer dem nicht unerheblichen Potential der Stromeinsparung müssen sich die Bürgerinnen und Bürger, Politiker und Mandatsträger vor Ort Gedanken machen, welche Auswirkungen die Energiewende ganz konkret für sie selbst und ihre Region hat. Was bedeutet zum Beispiel die in Berlin beschlossene Energiewende für unseren Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald?

Diese Frage stellte so auch die Kreistagsfraktion der SPD an die Landrätin Störr-Ritter. Es existieren zwar politische Vorgaben der neuen Landesregierung in Stuttgart, welche Ziele in den kommenden Jahren anzustreben sind. So soll z. B. der Anteil der Windkraft in Baden-Württemberg von derzeit gerade einmal 0,2% auf 10 % im Jahr 2020 steigen. Eine offene Frage ist aber, wie die Verwaltung des Landreises zum Beispiel gedenkt, diese Vorgaben aus Stuttgart umzusetzen. Nach wie vor stockt die Ausweitung von Vorranggebieten für neue Windkraftanlagen durch den Regionalverband und die Genehmigung für kleine Wasserkraftanlagen durch die zuständige Baurechtsbehörde im Landratsamt.

Der Kreisvorstand der SPD Breisgau-Hochschwarzwald schließt sich der Fragestellung der Kreistagsfraktion an und fordert das Landratsamt auf, eine Übersicht der aktuellen und in Planung befindlichen Projekte zur alternativen Stromerzeugung im Landkreis bis spätestens zum Ende dieses Jahres zu erstellen und zu veröffentlichen. "Es ist wichtig einen Überblick zu erhalten, wann, wo, welche Projekte im Landkreis realisiert werden und welchen Anteil zur Stromerzeugung sie leisten werden", so der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Mengel. Anhand dieser Informationen aus dem ganzen Landkreis möchte die Kreis-SPD einen Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden in Gang bringen, um gute und erfolgreiche Projekte, sofern technisch möglich, auch an anderen Stellen bekannt zu machen und zu fördern. Ziel muss es sein, die atomaren Großkraftwerke in Zukunft durch dezentrale, umweltfreundliche und intelligente Kleinkraftwerke, vorzugsweise mit Kraft-Wärme-Kopplung zu ersetzen, betont Thomas Mengel.

 
 

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