Umfrage: Was tun gegen die niedrigen Milchpreise?

Veröffentlicht am 03.06.2016 in Allgemein

Die derzeitigen Preise für konventionell erzeugte Milch (um die 20ct/l) decken bei weitem nicht die Produktionskosten (etwa 40ct/l).

Sprich: Die Bauern zahlen bei jedem Liter drauf.

Das kann so nicht funktionieren. Das Versprechen des Landwirtschaftsministers Soforthilfen für die Landwirte zur Verfügung zu stellen, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und keine sinnvolle Verbesserung der Situation.

Woher kommen die niedrigen Preise? Sind wirklich die Discounter und Verbraucher schuld? Ich denke, das kann man so nicht sagen. Zum einen ist durch den Wegfall der Milchquote das Angebot gestiegen und zum anderen sind mit China und Russland wichtige Abnehmer weggebrochen, so dass die Nachfrage gesunken ist. Da ist es beinahe zwangsläufig, dass die Preise sinken.

Insgesamt halten wir es gar nicht für erstrebenswert, dass wir hier in Riesenmengen Milchpulver für China und andere Länder erzeugen, mit den ganzen Sekundärproblemen wie Massentierhaltung, Überdüngung der Böden, Höchstleistungstiere, etc. Viel wünschenswerter wäre es doch, dass wir regional unseren Milchbedarf decken, zu guten Preisen für die Landwirte und verträglich für Tier und Umwelt. Hierfür muss aber das Angebot gedrosselt werden, wofür es meiner Ansicht nach eigentlich nur zwei Möglichkeiten gibt:

  1. Wiedereinführung der Quote, also Planwirtschaft. Geht nur auf EU-Ebene, da sonst billigere Produkte aus dem Ausland in den Markt drängen und nichts gewonnen wäre.
  2. Es dem Markt überlassen, schwächere Betriebe geben auf oder müssen sich neu ausrichten.

Was ist eure Meinung dazu? Habt ihr einen weiteren Vorschlag? Dann nehmt an unserer Umfrage teil:

 

Auf zur Umfrage

 

Die Umfrage läuft bis zum 10. Juni, 23.45Uhr. Danach werden wir das Ergebnis auf dieser Seite veröffentlichen.

 
 

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