SPD-Delegation im Katzenbergtunnel - Großer Schritt für den ÖPNV in der Region

Veröffentlicht am 29.05.2009 in Kreisverband

SPD-Delegation m. Kandidatin Jana Zirra (5.v.l.), Marion Caspers-Merk, MdB (8.v.l.) & Kreisvors. Bert Riesterer (r.)

Mit 250 km/h und in nur 2,5 Minuten werden die Züge durch den Katzenbergtunnel rasen. Die Innenausbauten dafür und die Anbindungen sind auf einem guten Wege. Davon konnte sich eine 15-köpfige SPD-Delegation überzeugen, die der Projektleiter der Bahn für den Katzenbergtunnel, Thomas Zieger, durch sein „Reich“ führte.

An der Besichtigung der Tunnelbaustelle nahmen neben Gemeinderats- und Kreistagskandidatinnen und -kandidaten aus Efringen-Kirchen, Bad Bellingen und Schliengen auch die Tunnelpatin Marion Caspers-Merk teil. Sie kandidiert für den Kreistag des Landkreises Lörrach und steht dem nächsten Bundestag nicht mehr zur Verfügung. Ihre potentielle Nachfolgerin, SPD-Bundestagskandidatin Jana Zirra und der Vorsitzende der SPD im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Bert Riesterer, nutzten die Gelegenheit, um das größte Einzelbauwerk der Neubaustrecke Karlsruhe-Basel mit eigenen Augen zu sehen.

Derzeit sind noch rund 100 Beschäftigte auf der Baustelle am Rohbau sowie an der Hochgeschwindigkeitsoberleitung tätig, die Ende Juni auf einer 700 Meter langen Referenzstrecke zu Prüfungszwecken des Eisenbahnbundesamtes errichtet wird. Durch die mögliche Geschwindigkeit von 250 km/h wird sich die Fahrzeit der ICE-Züge zwischen Freiburg und Basel auf 16 Minuten verkürzen, so der Pressesprecher der DB Projektbau, Michael Breßmer. Die vorläufige Anbindung an die Rheintalstrecke soll dann 2012 erfolgen.

In der Diskussion, wie viele Güterzüge dann durch den Tunnel geführt werden können, sprach Breßmer von einer möglichen intensiven Nutzung für den Güterverkehr. Er bestätigte die Simulationsergebnisse der Bahn, dass damit auf der Rheintalbahn ein stündlicher Regionalexpress und der Halbstundentakt für die Regio-S-Bahn möglich wären. Dazu sollen die Weichen, die die langsameren Güterzüge in den schnellen Personenverkehr einfädeln, dicht an die Tunneleingänge gelegt werden. Im Norden hinter den Schliengener Bahnhof, im Süden steht der Standort noch nicht fest.

„Der ÖPNV im südlichen Teil des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald wird von der Inbetriebnahme des Katzenbergtunnels profitieren“, so SPD-Kreisvorsitzender Bert Riesterer aus Staufen, der sich vor Ort ebenfalls ein Bild des Baufortschrittes machte. „Der durch den Tunnel mögliche Halbstundentakt auf der Rheintalbahn, die als Hauptachse im regionalen Nahverkehr im südlichen Teil des Landkreises fungiert, können auch in der Fläche als Zubringer kürzer getaktete ÖPNV-Verbindungen eingerichtet werden. Die Anbindungen der großen Zentren Basel, Freiburg und Mulhouse an den ländlichen Raum werden sich dadurch stark verbessern, was zu einer Erhöhung der Lebensqualität führen wird“, so Riesterer weiter.

 

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