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Schwarz-Gelb streicht Gelder fuer Engagement junger Leute in der Entwicklungshilfe

Veröffentlicht am 26.02.2010 in Bundespolitik

Anlaesslich der Kuerzung der Mittel fuer den Jugendfreiwilligendienst "weltwaerts" erklaeren die stellvertretende entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Baerbel Kofler und der zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss Lothar Binding:

Die schwarz-gelbe Koalitionsfraktion hat im Haushaltsausschuss eine Kuerzung von elf Millionen Euro beim Jugendfreiwilligendienst "weltwaerts" beschlossen. Gegenueber dem Haushaltsentwurf des Bundesministeriums fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurde eine Kuerzung des Ansatzes von 40 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro vorgenommen.

Diese Entscheidung hat die vielen Organisationen, die als "weltwaerts"-Entsendeorganisationen anerkannt sind, sehr erschrocken. Von Seiten der Bundesregierung gab es keine Signale, eine Kuerzung vorzunehmen. Es gilt zu befuerchten, dass sogar bereits zugesagte Entsendungen in diesem Jahr nicht mehr durchzufuehren sind. Bei den engagierten jungen Menschen fuehrt das zu Frustration und Enttaeuschung.

Ziel von "weltwaerts" ist es jungen Menschen einen sicheren Weg zu einem Engagement in Entwicklungslaender zu ebnen. Junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren bekommen die Gelegenheit ueber deutsche Entsendeorganisation in die Arbeit der Partnerorganisationen in Entwicklungslaendern integriert zu werden. Waehrend ihres Aufenthalts lernen sie die Arbeit im Kampf gegen Hunger und Armut hautnah kennen. Ein solche Erfahrung schaerft das Bewusstsein fuer die globalen Zusammenhaenge, aber auch fuer Zukunftsfragen in Deutschland. Achtung und Toleranz werden nachhaltig gefoerdert und ein deutlicher Impuls fuer buergerschaftliches Engagement in den Entwicklungslaendern als auch in Deutschland gesetzt.

Mit der Einfuehrung des Foerderprogramms "weltwaerts" im Jahr 2007 wurde ein Aufwuchs auf 10.000 Freiwilligenplaetze verfolgt. Die Entsendeorganisationen haben deshalb ihre Planungen daran ausgerichtet. Auch die neue Bundesregierung hatte eine Fortsetzung des erfolgreichen Freiwilligendienstes versprochen. Es hat in den letzten Jahren einen stetigen Aufwuchs an Entsendungen von Freiwilligen gegeben. Im Jahr 2008 sind ueber 2200 Freiwilligen ausgereist. Im Jahr 2009 sind 3500 in ihren "weltwaerts"-Freiwilligendienst gestartet.

Fuer das Jahr 2010 ist ein weiterer Platzaufwuchs um rund 1.000 bis 1.500 Freiwilligen bereits konkret geplant. Da Freiwilligendienste immer eine lange Vorlaufzeit (Bewerbung, Auswahl, Vorbereitung) beinhalten, ist die ueberwiegende Zahl der im Sommer 2010 zur Entsendung anstehenden Freiwilligen bereits ausgewaehlt.

Umso vernichtender ist die ploetzliche Streichung, die ohne die Konsultation der Entsendeorganisationen vorgenommen wurde. Es ist unverantwortlich ein politisch kommuniziertes Ziel so unvermittelt aufzuheben, das ist ein miserabeler Politikstil und laesst jegliche Abstimmung zwischen Regierungskoalition und Bundesregierung vermissen.

Entwicklungsminister Dirk Niebel muss jetzt schnell deutlich machen, ob das Programm in diesem Jahr wie geplant durchgefuehrt werden kann, um menschlich kaum vertretbare Absagen zu vermeiden. Darueber hinaus muss er klipp und klar sagen, wie er sich die Zukunft des Freiwilligendienstes "weltwaerts" vorstellt, um sicherzustellen, dass die bisher getaetigten Investitionen auch fuer die Zukunft bestmoeglich genutzt werden koennen.

 

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