Wahlkampf im 281: Bilge Gecer-Dreher unterstützt Julien Bender

Veröffentlicht am 11.07.2017 in Bundespolitik

Vor wenigen Tagen hat Julien Bender für den Wahlkreis 281 in der Freiburger Wodanhalle seinen eigentlich schon lange laufenden Wahlkampf offiziell begonnen.

Mit einer engagierten und kämpferischen Rede hat bei dieser Gelegenheit unser Vorstandsmitglied Bilge Gecer-Dreher nicht nur Julien Bender sondern auch den Kanzlerkandidaten Martin Schulz unterstützt.

Zu Julien Bender sagte sie: "Wir haben mit ihm einen jungen und intelligenten Kandidaten, der sich - nicht nur seit heute - mutig in politische Diskurse einbringt, Ideen hat und auch Verantwortung übernimmt" und mit Blick auf das Kanzleramt stellte sie fest  "Meine Generation braucht endlich einen Bundeskanzler der die Dinge anpackt und das ist Martin Schulz."

Bilges Rede im Wortlauf:

"Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Gäste,

im Artikel 20 Abs. 2 unseres Grundgesetzes steht der wertvolle Satz: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt." Und genau aus diesem Grund steht die Bundestagswahl alle Jahre wieder, genauer gesagt alle vier Jahre, vor der Tür.

Und alle Jahre wieder werden uns Fragen nach der persönlichen Bedeutung der Bundestagswahl und den für uns am interessantesten Themen gestellt. Und das ist auch gut so! Denn es gibt genug Länder, in denen genau das Gegenteil praktiziert wird und die Meinung von Bürgerinnen und Bürgern nicht von Relevanz ist – um Beispiele zu finden müssen wir nicht einmal den europäischen Kontinent verlassen.

Nun, was bedeutet die Bundestagswahl für mich? Als ein Grundbaustein der Demokratie gibt mir die Wahl die Möglichkeit und die Freiheit, meine Meinung zu äußern, mitzuwirken und mitzubestimmen in welcher Gesellschafft ich leben möchte. Ich darf einen Menschen und eine Partei wählen, die meine Wertvorstellung und politische Einstellung wiederspiegeln und dementsprechend handeln. Ich darf einen Menschen und eine Partei wählen, die für mich in Berlin im Bundestag über Gesetze abstimmen, die die Rahmenbedingungen unseres gesellschaftlichen Lebens gestalten.

Auch wenn alle politischen Themen und Entscheidungen irgendwie, irgendwann unseren Alltag berühren, sind zwei Bereiche für mich besonders interessant, denn sie tragen Grundlegendes zum meinem Gesellschaftsbild bei.

Das ist zum einen die Bildungspolitik, weil sie eine der schwächsten aber auch wertvollsten Glieder unserer Gesellschaft trifft, den Umgang der Menschen miteinander maßgeblich beeinflusst und ihre Auswirkungen über Generationen hin weg im Land spürbar sind.

Und zum anderen die Außenpolitik, weil sie das Verhältnis Deutschlands zu den europäischen Nachbarn aber auch Ländern außerhalb des Kontinents gestaltet und der Umgang der Länder miteinander wieder unseren Alltag berührt.

Über diese beiden Bereiche definiere ich die Gesellschaft, in der ich leben möchte – ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der Menschen nicht wegen materieller Not von der Teilhabe ausgeschlossen sind. Wir stellen uns entschieden gegen Studiengebühren jeglicher Art. Genauso müssen Kita-Gebühren abgeschafft werden. Bildung ist die Grundlage für eine freie Entfaltung und muss allen in gleichem Maße zugänglich sein – unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen und ökonomischen Herkunft.

Diese eine Gesellschaft muss dann in der Lage sein, mit anderen Gesellschaften Verantwortung zu übernehmen, gemeinsame Ideen für ein friedlicheres und demokratischeres Europa zu definieren, globalen Sicherheitsproblemen entschlossen entgegenzutreten und Friedensbrücken zu bauen. Das ist, was wir Sozialdemokraten Solidarität nennen.

Deutschland hat im 1. und 2. Weltkrieg diesen Kontinent in Schutt und Asche gelegt. Und trotzdem haben sich unsere Nachbarländer direkt danach solidarisch gezeigt und Deutschland den Wiederaufbau ermöglicht. Daran sollten wir uns immer erinnern, wenn wir über unsere Verantwortung in Europa sprechen. Deutschland ist der Motor, gemeinsam mit Frankreich. Aber wir haben es nur durch die Solidarität der anderen geschafft. Auch darüber wird am 24. September abgestimmt: Wer soll unser Land führen: eine Angela Merkel, die nur innenpolitische Motive in der EU-Politik kennt oder ein überzeugter Europäer wie Martin Schulz? Was gibt es da lange zu überlegen?!
Gerechtigkeit ist nicht das Ergebnis einer mathematischen Formel oder eines Gesellschaftsspiels. Gerechtigkeit ist auch nicht selbstverständlich und beständig, sondern ein einzigartiges Produkt eines langen Wegs. Und ich kenne keine andere Partei als die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die hartnäckig und voller Überzeugung seit über 150 Jahren diesen Weg geht und auch weitergehen wird.

Im Wahlkreis 281, sprich in Freiburg und dem Umland, haben wir seit 30 Jahren das Glück, mit Gernot Erler, einem entschiedenen Sozialdemokraten vertrauen zu können. Mit seiner Entscheidung, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr anzutreten, hat er für viele Fragezeichen gesorgt. Wer kann sich genauso unermüdlich in der Politik einsetzen? Den Wahlkreis genauso vertrauensvoll vertreten? Eine uneingeschränkte Bereitschaft und Geduld auch schwierige Wege zu gehen, liefern? Gerade in so hitzigen Zeiten, ruhig und besonnen bleiben? Sozialdemokratische Werte so gewissenhaft vertreten?

Meine Antwort – und bestimmt nicht nur meine - auf diese und weitere Fragen ist ganz klar - Julien Bender. Denn mit ihm haben wir einen überzeugten Sozialdemokraten, der gewillt ist, dort anzusetzen, wo Gernot Erler aufhört und der motiviert ist, für ein gerechteres Miteinander in einer offenen und inklusiven Gesellschaft Politik zu machen. Wir haben mit ihm einen jungen und intelligenten Kandidaten, der sich - nicht nur seit heute - mutig in politische Diskurse einbringt, Ideen hat und auch Verantwortung übernimmt. Insbesondere in einer Zeit in der jungen Menschen Zurückhaltung in politischer Verantwortung nachgesagt wird, haben wir mit ihm die Chance, das Gegenteil zu beweisen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit ihm dem Generationswechsel gerecht werden können.

Das Motto der SPD heißt Zeit für mehr Gerechtigkeit. Es geht darum, unser Land gerechter zu machen, mutig in die Zukunft zu investieren und für ein starkes Europa zu kämpfen. Meine Generation braucht endlich einen Bundeskanzler der die Dinge anpackt und das ist Martin Schulz. Und wir hier in Freiburg haben die Chance genau das mit einem jungen, engagierten und klugen Kandidaten zu unterstreichen.

Dafür brauchen wir das Direktmandat. Es ist gut und freut mich, dass die einzige Frau unter den Kandidierenden durch ihren Listenplatz abgesichert ist. Kerstin Andreae wird als Spitzenkandidatin ihrer Partei im nächsten Bundestag sitzen. Bereits zweimal sind die Grünen angetreten um das Direktmandat zu holen und haben es weit verfehlt. Das letzte Mal kam dadurch die CDU hier in den Bundestag. Man darf nicht vergessen, dass der Wahlkreis nicht nur Freiburg ist, sondern auch das Umland dazugehört und man darf nicht vergessen, dass die Bundestagswahl keine Landtagswahl ist. Deshalb wird das Direktmandat auch dieses mal zwischen Martern von Marschall und Julien Bender entschieden. CDU oder SPD, Stillstand oder Investition in unsere Zukunft, das ist die Frage, die sich alle stellen müssen.

Ich habe Julien bei vielen Terminen erlebt. Er ist unermüdlich unterwegs und mit den Menschen in unserem Wahlkreis im Gespräch. Er kann zuhören und er kann klar Stellung beziehen. Das mögen die Leute an ihm.

Die Unterstützung dabei ist enorm. Der Wahlkampfauftakt heute ist exakt der 300. Termin im Wahlkampf. Das geht nur, weil viele engagierte Leute aus der Partei und drum herum ihn tatkräftig unterstützen. Es ist eine tolle Stimmung. Wir sind die engagierteste Partei. Wir haben über 1200 Mitglieder im Wahlkreis. Das müssen wir nutzen. Lasst uns gemeinsam kämpfen. Lasst uns gemeinsam die Sensation perfekt machen und am 24. September das Direktmandat holen.

Sprecht mit euren Nachbarn, Bekannten und Freunden. Wenn jeder von uns fünf Menschen zusätzlich überzeugt, dann haben wir 6000 zusätzliche Wählerinnen und Wähler! Packt mit an beim Tür-zu-Tür Wahlkampf. Ladet eure Nachbarn zum Grillfest ein und holt Julien dazu. Infostände, Veranstaltungen und Aktionen, es gibt viel zu tun. Jetzt beginnt die heiße Phase. Ich freue mich sehr darauf mit euch zusammen, mit Gernot Erler und Julien Bender zu kämpfen."

Wir freuen uns auch auf den Wahlkampf und mit Mitstreiterinnen wie Bilge muss uns da auch nicht bange sein.

Oswald Prucker

 
 

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